CK Hutchison leitet Schiedsverfahren gegen Maersk wegen Hafenstreits in Panama ein
Kurzfassung
- Die Panama Ports Company (PPC) von CK Hutchison hat ein internationales Schiedsverfahren gegen Maersk eingeleitet.
- Der Streit folgt auf die Aufhebung der Hafenkonzessionen der PPC durch den Obersten Gerichtshof von Panama und auf die Übernahme durch den Staat.
- Das Schiedsverfahren bezieht sich auf die behauptete Verletzung eines langfristigen Vertrags sowie auf die Übertragung der Betriebsabläufe an eine Maersk-Tochtergesellschaft.
- Die Verhandlungen finden in London statt und sind gesondert von anderen Verfahren gegen den panamaischen Staat.
Überblick
Die Tochtergesellschaft Panama Ports Company (PPC) von CK Hutchison hat nach der Übernahme der Terminalbetriebe von PPC durch den panamaischen Staat ein internationales Schiedsverfahren gegen Maersk begonnen; dies wird mit einer Verletzung vertraglicher Vereinbarungen und mit der Störung der geschäftlichen Zusammenarbeit begründet.
Was passiert ist
Am 30. Januar hat der Oberste Gerichtshof von Panama die Konzession aufgehoben, die zuvor von der PPC gehalten worden war, wodurch der Staat die Kontrolle über die Häfen Balboa und Cristóbal übernehmen konnte.
Im Anschluss daran hat die Panama Maritime Authority den vorübergehenden Betrieb des Hafens Balboa an APM Terminals übertragen, eine Maersk-Tochtergesellschaft, und den Hafen Cristóbal an Terminal Investment Limited, ein mit MSC verbundenes Unternehmen.
Die PPC macht geltend, Maersk habe einen langfristigen Exklusivitätsvertrag verletzt, mit der panamaischen Regierung zusammengearbeitet und die Einrichtungen sowie die Betriebsinformationen der PPC missbraucht.
Das Schiedsverfahren von CK Hutchison gegen Maersk wird in London fortgeführt, und das Unternehmen hat die damit zusammenhängenden Ansprüche gegen den panamaischen Staat auf über 2 Milliarden US-Dollar ausgeweitet.
Kontext
Die Aufhebung der Hafenkonzessionen erfolgt nach Jahren der Kontroversen und offiziellen Vorwürfen, der Vertrag habe dem panamaischen Staat geschadet.
Die Auseinandersetzung findet in einem Umfeld erhöhter US-Prüfung hinsichtlich angeblichen chinesischen Einflusses auf strategische Infrastruktur in Panama sowie im Zusammenhang mit Spannungen bezüglich ausländischer Investitionsrahmenwerke statt.
Warum es wichtig ist
- Das Schiedsverfahren könnte den internationalen Hafen-Terminalbetrieb beeinflussen und Maßstäbe dafür setzen, wie die Aufhebung staatlicher Verträge bei bedeutenden ausländischen Investoren gehandhabt wird.
- Der Fall macht Spannungen deutlich, die sich aus staatlichen Eingriffen, internationalen Geschäftsvereinbarungen und dem Wettbewerb zwischen großen Terminalbetreibern ergeben.
Quellen
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CK Hutchison recorre a arbitragem contra a Maersk em disputa por portos no Panamá
jornaleconomico.sapo.pt